Musiklexikon

Arie

Die Arie (englisch und italienisch 'aria', französisch 'air': Luft, Atmosphäre), ein instrumental begleitetes Sologesangsstück, hatte vom 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts die Form eines Strophenliedes. Erst ab diesem Zeitpunkt fand sie die Form des größeren, nicht mehr streng an den Textbau gebundenen Gesangsstückes, dessen Strophen auch nicht die gleiche Melodie haben, worin sie sich vom Lied klar unterscheidet. Arien sind Bestandteil von Opern, Oratorien und Kantaten, meist im Wechsel mit einem Rezitativ. Neben anderen Formen gibt es z.B. die Da-capo-Arie (Teile a b a) und die Koloratur-Arie (Mozarts 'Königin der Nacht' in der 'Zauberflöte' sowie reine Instrumentalstücke mit der Bezeichnung Arie (siehe auch 'Air').///
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